Rauchprobe im Strafjustizzentrum Augsburg - Brandmeldeanlage funktioniert vorschriftsmäßig
Augsburg, 22.04.2026 – Während der Teilsanierung des Strafjustizzentrums wurden unter anderem auch die herkömmlichen Punktmelder gegen eine moderne und spezielle Brandanlage, die für Gebäude dieser Höhe benötigt wird, ausgetauscht. Am Dienstag, den 14.04.2026, führte das Staatliche Bauamt Augsburg eine sogenannte Rauchprobe im Strafjustizzentrum Augsburg durch, um die Funktionalität der neuen Anlage zu testen.
Das Staatliche Bauamt Augsburg hat im Rahmen der Teilsanierung des Strafjustizzentrums Augsburg (SJZ) am Dienstag, den 14.04.2026, eine Rauchprobe zur Abnahme der neuinstallierten Brandmeldeanlage des SJZ durchgeführt. Ziel der Maßnahme war die Überprüfung der neuen Brandmeldeanlage sowie des neu ergänzten Rauchansaugsystems nach aktuellen Normen und Richtlinien. Im Falle eines Brandes muss die Brandmeldeanlage den entstehenden Rauch erkennen und automatisch einen Alarm sowohl im Haus als auch bei der Feuerwehrleitstelle Augsburg auslösen. Dies ist in größeren Gebäuden und speziell in Versammlungsstätten gesetzlich gefordert.
Da die Eingangshalle des Gerichtsgebäudes eine Höhe von 12 Metern überschreitet und herkömmliche Punktmelder nicht mehr ausreichend sind, um schnell genug Rauch festzustellen, wird eine spezielle Brandmeldeanlage benötigt. Deshalb hat das Staatliche Bauamt Augsburg an der Decke der Eingangshalle ein Rauchansaugsystem installiert. Dieses besteht aus einem schlanken Edelstahlrohr mit kleinen Bohrungen und einer Auswerteeinheit, die kontinuierlich Luft auf Rauchpartikel überprüft und bei Feststellung Alarm auslöst. Durch die kompakte Ausführung fügt sich das System unauffällig in das Erscheinungsbild der Halle ein.
Für Gebäudeteile ab 16 Metern Höhe ist eine Einzelabnahme vorgeschrieben. Dafür wurde in der Eingangshalle ein Normfeuer mit Hilfe einer Feuerschale und Buchenholz errichtet, das realitätsnah einen Brand simuliert. Ab der Zündung des Feuers wurde die Zeit bis zur Detektion des Rauches und zur Auslösung des Alarms gemessen. Die hierfür zulässige Höchstzeit für das Strafjustizzentrum liegt bei 14 Minuten. Die Anlage löste nach 2 Minuten und 38 Sekunden aus. Damit konnte die ordnungsgemäße Funktion des Systems belegt und dokumentiert werden.
Anschließend wurde die Halle kontrolliert entraucht. Die Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die aus einer Fensterreihe am höchsten Punkt der Halle besteht, wurde geöffnet. Anschließend wurde das Gebäude mit Hochleistungslüftern der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim vollständig entraucht. Zur Sicherstellung unbedenklicher Luftwerte wurden Messungen mit einem Kohlenmonoxid Messgerätes (CO) durchgeführt. Sobald alle Luftwerte wieder im Normalbereich lagen, konnte die Halle für die Nutzung wieder freigegeben werden. Der gesamte Vorgang dauerte rund zwei Stunden; währenddessen war das Strafjustizzentrum geräumt.
„Mit der nachgerüsteten Brandmeldeanlage erhöhen wir die Sicherheit für Besucherinnen, Besucher und Beschäftigte des Strafjustizzentrums deutlich und erfüllen zugleich die gesetzlichen Anforderungen an große Versammlungsstätten“, sagt Christian Schlagowski, Abteilungsleiter für Elektrotechnik am Staatlichen Bauamt Augsburg.
Das Staatliche Bauamt Augsburg bedankt sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Bergheim, die nach der Rauchprobe die notwendige Belüftung vorgenommen hat.
Neben der Brandmeldeanlage wurde auch der Sonnenschutz für die Mitarbeitenden und die IT-Verkabelung saniert. Die Sanierung befindet sich bereits in der Endphase. In einem kleinen Teil des Gebäudes wird derzeit noch der Boden in den Fluren erneuert. Die Brandschutzmeldeanlage konnte am Freitag, den 17.04.2026, auf die Leitstelle aufgeschaltet werden.
